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Home > Datenbanken > Grabsteine > Knicanin-Zrenjanin (Rudolfsgnad, Banat, Serbien)

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Grabsteine

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Friedhof Knicanin-Zrenjanin (Rudolfsgnad, Banat, Serbien)

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Friedhofsansicht

Achtung: Weitere Bilder dieser Grabstelle weiter unten!


Bildquelle: , 2003

Der Ort Rudolfsgnad - heute Knicanin - wurde 1866 gegründet und war eine rein deutsche Gemeinde. Der Friedhof liegt am östlichen Ortsrand.

In Rudolfsgnad bestand von 1945 - 1948 ein Tito-Vernichtungslager in welchem hauptsächlich volksdeutsche Frauen, Kinder und Ältere untergebracht waren.

Bis Februar 1946 wurden auf dem Friedhof ca. 3000 Tote aus dem Lager verscharrt. Die Rudolfsgnader Einwohner meist in Einzelgräbern zu ihren verstorbenen Angehörigen, die Ortsfremden in Massengräbern, die wegen hohem Grundwasser ab Februar 1946 auf der Teletschka, einer Anhöhe etwa 2 km südlich des Ortsrandes angelegt wurden.

Im Massengrab auf dem Friedhof liegen rund 1000 Personen und 2000 Tote in Einzelgräbern. Auf der "Teletschka" liegen rund 9000 Tote in den Massengräbern.

In der dreijährigen Lagerzeit wurde der Friedhof nicht gepflegt, er war danach sehr verwildert und die Grabsteine umgestürzt. Durch die nach Auflösung des Lagers in Rudolfsgnad zwangsverpflichteten ehemaligen Rudolfsgnader Familien wurde der Friedhof in der Folgezeit gerodet, die Grabsteine wieder aufgestellt und sogar 40 Einzelgräber und die Massengräber von einem alten Pfarrer aus der Nachbargemeinde eingesegnet.

Unter den zusehends schwieriger werdenden Lebensbedingungen unter den Partisanen verließen die noch übrig gebliebenen Deutschen ihre Heimat; nach 1953 waren die meisten der ehemaligen Deutschen weg und somit der Friedhof und die Massengräber sich selbst überlassen.

Bis im Jahre 2003 auf eine Privatinitiative hin der wieder total verwilderte Friedhof erneut gerodet und mittels eines Koordinatensystems fotografisch erfasst und namentlich zugeordnet wurde, so dass sich heute genau bestimmen lässt, wo sich welches Grab befindet. Diese Unterlagen befinden sich in Privatbesitz. Maßnahmen zur Eindämmung des Pflanzenwuchses wurden damals verhindert.

Der Friedhof befindet sich deshalb heute wieder in einem total verwilderten Zustand, es sind nur noch einige wenige Gräber sichtbar und zugänglich.]

[Der Blick vom Weg zeigt den Haupteingang und den südlichen Teil des Friedhofes.]


Bildquelle: , 2003

[Blick auf den nördlichen Teil des Friedhofes]


Bildquelle: , 2003

Bildquelle: , 2013

[Blick auf die im Jahre 2001 wieder aufgebaute Friedhofskapelle; die Einweihung erfolgt unter der Schirmherrschaft des Baden-Württembergischen Ministerpräsident Erwin Teufel.]



Bildquelle: , 2013

[Das innere der Kapelle ziert ein Werk des donauschwäbischen Künstlers Professor Robert Hammerstiel/Wien, vormals Werschetz und zeigt ein Quintychon zum Gedenken an seine toten Freunde.

Es besteht aus den Bildern:

Das Abendmahl
Die Mutter
Pieta
Der Vater
Die Auferstehung]


Bildquelle: , 2013

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